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Es ist eigentlich nicht ganz korrekt, wenn in einem Rückblick der Vereinsgeschichte eines Amateurvereins, nur auf die 1. Herrenmannschaft eingegangen wird. Denn ohne Jugend als Zukunftsträger, einer Zweiten-, Dritten- oder AH-Mannschaft als Basis und einer Verwaltung, die alles im Auge behält, wäre die Teilnahme einer ERSTEN in höhere Klassen oft nicht möglich.

Trotzdem wird in diesem Bericht vorrangig die jeweilige ERSTE herangezogen, ohne die Leistungen oder die Hingabe unserer anderen Mannschaften zu schmälern oder nicht anzuerkennen, weil die jeweilige ERSTE besonders im öffentlichen Interesse steht und somit auch ein Aushängeschild des Vereins ist.

Deshalb bitten wir um Verständnis. [/yellow_box]
[headline_border]Die Gründung[/headline_border]
[green_box]Handball ist in den 20er Jahren als Gegenstück zum englischen Fußball als deutsche Ballsportart aus der Turnbewegung in Berlin entstanden. Handball fand auch sehr rasch in unserer Gegend begeisterte Anhänger. [/green_box]

Im Murgtal gab es bereits schon einige Handballmannschaften als auch beim Turnerbund Rotenfels eine Mannschaft zusammenfand. 1929, nach einjähriger Vorbereitungszeit, wurde auch beim TB Rotenfels eine Handballabteilung gegründet.

[button color=“blue“]Erster Spielwart war Adolf Ullrich [/button]

[button color=“blue“]Erster Schiedsrichter war Lorenz Merkel [/button]

Die Gründungsmannschaft von 1930 Erster Spielausschuss 1930

Gespielt wurde auf einem Großfeld. Kleinfeld- oder gar Hallenhandball waren damals noch unbekannt. Spielen durften nur solche Spieler, die regelmäßig an den Turnstunden teilnahmen. Nach langwierigen Verhandlungen mit der Gemeinde und wochenlanger Eigenarbeit wurde am 13. November 1931 ein eigener Platz seiner Bestimmung übergeben .

Ab 1932 waren somit reguläre Rundenspiele möglich, was einen enormen Aufschwung brachte. 1935 folgte der Aufstieg in die damals höchste Spielklasse, der Gau-Liga Nordbaden.

Die Erfolgsmannschaft von 1934 – Aufstieg in die Gau-Liga Nordbaden

In der ersten Runde konnte man unter 10 Mannschaften einen beachtlichen 5. Platz belegen. Namhafte und hochrangige Gegner waren damals : Polizei Karlsruhe, TB Kronau, TB Pforzheim, TV Bruchsal oder Polizei Pforzheim.

Damals, wie heute, war eine Höherklassigkeit mit erheblichen Kosten verbunden, die man nicht aufbringen konnte. So spielte man in den Folgejahren wieder auf Turngau-Ebene (heutige Bezirksklasse). 1939 konnte aber wieder eine Meisterschaft errungen werden.

Die Erfolgsmannschaft von 1940 – Turngau-Meister

 

[headline_border]Die Kriegsjahre[/headline_border]
Mit Beginn des Krieges wurden nur noch Freundschaftsspiele ausgetragen und gegen Ende des Krieges kam jeglicher Spielbetrieb zum Erliegen. Gründe dafür waren, wie nicht anders zu vermuten, der Wehrdienst, Tod und Verwundung durch den Krieg und daheim hatte man andere Sorgen als das Handballspiel.

Nach dem Ende des Krieges waren alle Turn- und Sportvereine durch die Besatzungsmächte verboten. Erst 1946 wurden wieder All-Sportvereine zugelassen – worauf in Rotenfels eine Sportvereinigung mit den Sparten Fußball, Turnen und Handball entstand. Die Leitung der Handballabteilung übernahm Eugen Sandhaas.

Normaler Spielbetrieb war jedoch nicht möglich, weil für jedes Spiel eine Genehmigung beim Französischen Sportoffizier eingeholt werden mußte.

[headline_border]Die Neu-Gründung[/headline_border]

Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 wurde das Leben freier und es konnten wieder Vereine gegründet werden. So wurde im Mai 1950 der Turnerbund Rotenfels 1891 e.V. mit angegliederter Handballabteilung WIEDERGEGRÜNDET. Neuer Abteilungsleiter von 1950 bis 1952 war Karl Ullrich. Ab 1952 übernahm Ernst Schellin die Führung der Handballabteilung.

Anfang der 50iger Jahre war eine äußerst schwierige Zeit der Nachwuchsgewinnung. Die errungene Fußballweltmeisterschaft 1954 – [button color=“red“ form=“round“]Das Wunder von Bern[/button] – löste eine regelrechte Euphorie für diese Sportart aus, so dass es für den Handballsport wenig begeisterte Interessenten gab.

Die Seniorenspiele der Handballer wurden Sonntags morgens ausgetragen, am Sonntagnachmittag wurde die Szene auf dem danebenliegenden Fußballplatz beherrscht. So hat sich der Sonntagvormittag, mit einigen Ausnahmen, bis heute gehalten.

[green_box]Ein Stück Tradition beim TBR also![/green_box]

1954 hatte man seitens der Verbände das Hallenhandball eingeführt, um das Handballspiel attraktiver zu gestalten.

1. Mannschaft von 1954
hinten: E. Schellin, S. Kohlbecker , R. Wurster , Weiler , Fr. Greif, D. Rieger, M. Weibel
mitte : E. Westermann , E. Ullrich , J. Kohl
vorne : E. Roth , P. Goll , K. Wagner

In unserem Bezirk gab es damals nur zwei Hallen, die „Jahnhalle“ in Gaggenau und die „Meister Erwin – Halle“ in Steinbach. Zu dieser Zeit gab es damals im Sommer eine Großfeldrunde und im Winter eine Hallenrunde .

Trotz begrenzten Trainingsmöglichkeiten schaffte die Mannschaft um Bruno Benz und Heinrich Bischke Anfang der 60iger Jahre die Bezirksmeisterschaft auf dem Großfeld und in der Halle. Einige Jahre konnten sie noch gut mithalten.
Aber ohne kontinuierliche Jugendarbeit folgte Ende der 60iger zwangsläufig der Abstieg, weil keine gleichwertigen Spieler mehr in die Mannschaften nachrückten.

Die 1. Mannschaft von 1962

[headline_border]Nachwuchsarbeit in den 70ern und das erste Handballfest[/headline_border]

Als Karl Wagner 1971 die Handballabteilung übernahm mußte er praktisch bei Null beginnen. Mit Jürgen Götz als Trainer wurde dann eine junge Mannschaft aufgebaut, die 1972/73 den Aufstieg in die Bezirksklasse erkämpfte.

Die 1. Mannschaft von 1973

Anfang der 70iger wurde das erste Handballfest an der „Alten Vereinsturnhalle“ durchgeführt.

Um, wie bisher, Nachwuchsprobleme auszumerzen und zu vermeiden, begann Jürgen Förderer mit gezielter Trainingsarbeit Jugendliche bereits im Schüleralter zu aktivieren. Ergebnis: Mit einer abermals stark verjüngten Mannschaft wurde zum 1. Mal der Aufstieg in die Landesliga Südbaden erreicht. Bezeichnender Weise mit Jürgen Förderer als Spielertrainer.

Die 1. Mannschaft von 1976 – Aufstieg in die Landesliga Südbaden

Da im Bezirk inzwischen immer mehr Handballgerechte-Hallen zur Verfügung standen, wurde das Großfeldspiel ganz eingestellt. In den Sommermonaten wurde aber weiterhin im Freien Kleinfeld-Handball gespielt.

Als neuer Trainer der 1. Mannschaft belegte dann Albert Krust 1978/79 in der Landesliga den 3. Platz und erreichte somit einen stolzen Erfolg zum 50 jährigen Jubiläum der Handballabteilung.

Die 2. und die AH-Mannschaft – Jahr unbekannt

1979/80 , im dritten Jahr der Landesliga Zugehörigkeit stand man gegen Ende der Runde auf einem Abstiegsplatz. Entgegen aller Bemühungen und besten Absichten entsprachen die sportlichen Erfolge nicht den Erwartungen.

1. Mannschaft von 1979 – Landesliga

Dies war auch der Grund weshalb Albert Krust, trotz guter Arbeit, von Jürgen Förderer abgelöst wurde, der mit der Mannschaft zwar in die Abstiegsrunde mußte, diese aber erfolgreich beenden konnte.

1980 bis 1983 übernahm Jürgen Götz die Trainingsleitung. Dank guter Kameradschaft konnten immer gesicherte Mittelfeld-Plätze erreicht werden.

1983 bis 1985 war Harald Ullrich als Trainer in der Verantwortung. Dieser zog sich bald selbst das Trikot über und belegte als Spielertrainer 2x den 5. Tabellenplatz.

[headline_border]Die 90er Jahre bringen das Handball-Heftle[/headline_border]

In der Runde 1984/85 wurde übrigens zum ersten Male unser „Handball aktuell“ herausgegeben. Unter großem Einsatz von Kurt Mechler, Hans Merklinger und Jürgen Förderer wurde es ständig weiterentwickelt und hat sich bis heute bewährt.

Wegen den sehr begrenzten finanziellen Mitteln konnte man keine fremden Spieler einsetzen, man vertraute vielmehr dem eigenen Nachwuchs. Als Spielertrainer verpflichtete man jedoch den ehemaligen 2. Bundesligaspieler Arnold Manz. Er gab den jungen Akteuren den nötigen Rückhalt und die notwendige Sicherheit.
So wurde die damalige 1. Herrenmannschaft auch auf Anhieb Meister in der Landesliga Südbaden und erreichte den Aufstieg in die damalige  Südbadische Verbandsliga.

1. Mannschaft von 1985 – Landesliga-Meister

Trotz der Erfolge verließ uns leider Arnold Manz aus beruflichen Gründen. Nachfolger wurde Ovideo Becea. Ohne Manz als Spieler war der Klassenerhalt in der neuen Liga denkbar unsicher, aber man belegte dennoch einen 9. Platz.

1986 erfolgte der Anbau unseres Foyers an die Realschulsporthalle, das damals schon zu klein ausfiel. Aber somit standen den Zuschauern ein separater Eingang sowie Sanitäre Einrichtungen zur Verfügung.

Aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen Trainer und Mannschaft sowie Abstiegssorgen in der neuen Runde, übernahm wieder einmal Jürgen Förderer die Mannschaft und konnte 1987/88 noch mit der Mannschaft den 8. Platz erreichen.

Die 1. Mannschaft von 1987 – Südbadische Verbandsliga

Ab der Saison 1988/89 war Siggi Ooser Trainer in Rotenfels. Trotz gesundheitlicher Probleme erreichte er Großartiges. In der Runde 1989/90 schaffte er mit der Mannschaft den Sprung in die Oberliga.

Die 1. Mannschaft von 1991 – Oberliga

Ab der Saison 1989/90 waren auch erstmals Spieler im Einsatz die nicht aus der eigenen Jugend hervorkamen.
Das Ziel [button color=“blue“]Klassenerhalt Oberliga[/button] rechtfertigte diese gezielten Ergänzungen. Die Auswärtigen wurden recht schnell integriert und blieben dann auch meist mehrere Jahre beim TBR.
Wenn auch manchmal nur knapp, so konnte doch mit Siggi Ooser und mit Wolfgang Rother (1992/93) die Oberligazugehörigkeit erhalten werden.

Das Handball nicht nur Vergnügen ist, sondern auch an den Nerven zerren kann, zeigt die Tatsache das Wolfgang Rother unserem Eigengewächs Ralf Kotz im Februar 1994 die Trainingsleitung übergab. Dieser konnte in der Abschlusstabelle der Saison 1993/94 den 7. Platz mit seiner Mannschaft belegen.

Die 1. Mannschaft von 1993 – Oberliga

Zur Saison 1994/95 war man wieder auf der Suche nach einem erfahrenem Spielertrainer. Mit Udo Stolzer war man fündig geworden. Als untadeliger Sportsmann stellte er seine Führungsqualitäten als Spieler und Trainer unter Beweis.
Dank seiner Spielerfahrung und Treffsicherheit belegte man vordere Plätze. Als Krönung in der Hallenrunde 1996/97, nach spannenden Spielen gegen den Mitfavoriten TuS Schutterwald II, wurde die Südbadische Meisterschaft errungen.
Dies war der bisher größte Erfolg in der Handballabteilung und wurde dann auch dementsprechend gefeiert.

Die 1. Mannschaft von 1996 – Meister Oberliga

Udo Stolzer konnte nach diesem Erfolg leider nicht weiter verpflichtet werden. Er handelte nach dem Wahlspruch „Wenn‘s am schönsten ist, soll man aufhören“.
Als kleiner Dorfverein in der dritthöchsten deutschen Liga ohne den bisherigen Spielmacher Udo Stolzer und nennenswerter Verstärkung war außer Erfahrung nichts zu gewinnen.

Zudem mußte man feststellen das Spielstärke in dieser Klasse von der Finanzkraft abhängt. So blieb der Mannschaft mit ihrem Trainer und Torwart Hamzalija Catak nur der 13. Tabellenplatz und somit der Abstieg in die Oberliga. Sportlich enttäuscht verließen mehrere Spieler die Mannschaft und den TBR.

So mußte zur Saison 1998/99 für eine veränderte Mannschaft auch wieder ein neuer Trainer gefunden werden. Mit dem polnischen Diplomsportlehrer Marek Stopczynski hatte man den richtigen Mann gefunden. Aber leider wurde er trotz seiner Leistungen von Teilen der Mannschaft nicht angenommen.

Die 1. Mannschaft von 1998 – Oberliga Südbaden

So übertrugen die Verantwortlichen Mitte der Runde Hans Peter Fries und Hans Peter Diener das Traineramt. Marek Stopczynski stand der Mannschaft bis Saisonende als Spieler zur Verfügung und trug mit seinen Leistungen zum Erreichen des 5. Tabellenplatzes bei.

Das sportliche Ergebnis war besser als die innere Verfassung der Mannschaft. So verpflichtete man für die Saison 1999/2000 den in unserer Region bestens bekannten Erich Pospiech. Trotzdem verließen 4 leistungsstarke Spieler den TBR. Es standen für die neue Oberligarunde mit wenigen Routiniers hauptsächlich junge Nachwuchsspieler mit fehlender Oberligaerfahrung zur Verfügung.

Das und noch unglückliches Verletzungspech einiger Spieler, trugen dann zum Abstieg in die Landesliga bei.
Zwischenzeitlich wurde die Verbandsliga aufgelöst.

Dies bedeutete jedoch keinen Beinbruch. Kameradschaftlich gefestigt erreicht die Mannschaft in der folgenden Saison 2000/01 mit ihrem Trainer Erich Pospiech den Wiederaufstieg in die Oberliga.

Die 1. Mannschaft von 2000 – Landesliga-Meister

Nach 23 Jahren übergab Werner Merkel mitte 2000 das Amt des Abteilungsleiters an Andreas Werth. Dieser erlebte dann ein Wechselbad der Gefühle. Unsere ERSTE konnte sich in dieser Runde nicht in der Oberliga halten und sie stieg wieder in die Landesliga ab.

Die 1. Mannschaft von 2001 – Oberliga Südbaden

Weder mangelnder Teamgeist oder gar schlechte Trainingsarbeit der Mannschaft oder Trainingsfleiß waren diesem Abstieg zuzuschreiben, sondern den fehlenden Alternativen auf der Bank waren der Grund hierfür.

[headline_border]Die Spielgemeinschaft Bad Rotenfels/Gaggenau entsteht[/headline_border]

Im Jahr 2001 trafen sich erstmals die Führungen der Handballabteilungen des TB Gaggenau sowie des TB Rotenfels zum Gedankenaustausch über eine künftige Spielgemeinschaft.
Ziel war es, Kräfte und Ressourcen zu bündeln und gemeinsam zu nutzen.

Die Spielleiter beider Vereine bekundeten ihr Interesse. So mussten dann Berührungsängste und Vorurteile aus dem bisherigen Konkurrenzdenken in beiden Abteilungen abgebaut werden, die zweifelsohne vorhanden waren.
Nachdem man alle Aktiven und passiven Mitglieder eingeladen hatte und nochmals die Gründe für eine Spielgemeinschaft erläuterte, wurde in der anschließenden Abstimmung das JA für eine SG durch den Wahlgang bestimmt.

Gleich für die kommende Runde 2002/03 wurde eine Spielberechtigung für eine Spielgemeinschaft SG Bad Rotenfels/Gaggenau für alle Mannschaften beantragt und genehmigt.
Es wurde vereinbart, das die Abteilungen als selbstständige Einheiten in ihrem Hauptverein verankert bleiben. Der Trainingsbetrieb sowie der Spielbetrieb werden jedoch gemeinsam durchgeführt.

Die SG Bad Rotenfels/Gaggenau war entstanden!

Die 1. Mannschaft der SG von 2002 – Landesliga

Im ersten Jahr der Spielgemeinschaft konnte der direkte Aufstieg in die Oberliga nicht erreicht werden, man belegte nur Platz 6 in der Tabelle.

Aber das Jubiläumsjahr 2004 verlief äußerst Erfolgreich!
Die 1. Herrenmannschaft belegte unter Trainer Erich Pospiech und Neu-Manager Hartmut Stich den 2. Tabellenplatz und erspielte in beiden Relegationsspielen gegen den TV Meßkirch den Aufstieg in die Südbadenliga (bisherige Oberliga Südbaden).

[yellow_box]…die fehlenden Jahre bis 2013 unter den Trainern Ralf Walter und Ralf Kotz werden noch aufbereitet…[/yellow_box]