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Langjährige Mitglieder berichten

In der heutigen Ausgabe des Handball Magazins starten wir eine neue Serie „Langjährige Mitglieder berichten….“

Liebe Handballfreunde,

wir möchten Ihnen Personern vorstellen, die sich in früheren Jahren dem Handballsport in Bad Rotenfels engagiert und verdient gemacht  haben und wesentlich zum Aufbau dieser beigetragen haben.

 

Beginnen werden wir mit Werner Merkel, der am 13.Febr.1944 geboren ist und somit die Zeit nach dem 2. Weltkrieg hautnah miterlebt hat. Von den Alliierten war nur ein Allsportverein zugelassen. Ab ca. 1950 trennte sich der Fußballverein vom Turnverein. Handball wurde als Abteilung dem Turnerbund angegliedert, führte aber ein Schattendasein und die Mannschaft, es gab nur noch eine, bestand aus  einigen wenigen Kriegsüberlebenden unter der Leitung von Eugen Sandhaas. In den Folgejahren führten Karl Ullrich, Ernst Schellin, Richard Riedinger, Franz Greif und Bruno Bentz die Handballer. Als Otto Hirth eine Schülermannschaft gründete kam Werner 1957 im Alter von 13 Jahren zum Handballsport.

Gespielt wurde auf dem Großfeld, d.h. die Spielfeldmaße entsprachen dem eines Fußballfeldes. Der Sportplatz war ca. auf Höhe des heutigen Rotherma´s und glich mehr einem Acker als dem eines Spielfeldes. Umkleidekabinen gab es nicht. Es wurde in der damaligen Badgaststätte (später KingsClub) mit dem Wasser aus einem Pumpbrunnen gewaschen. Werner erinnert sich noch, dass Sonntagsmorgens von der Holzsägemühle  Streb Sägemehl geholt werden musste, um damit das Spielfeld zu markieren. Die Spiele waren allesamt Sonntagsmorgens, da nachmittags das Spielfeld für den Fußballverein frei sein musste.

Bei Auswärtsspielen, so erinnert sich Werner, musste oft der Waschzuber einer Metzgerei oder ein Pumpbrunnen zum Waschen herhalten. Einmal, in Helmlingen, verbrauchte man so viel Wasser, dass für eine Hochzeitsgesellschaft danach kein Wasser mehr da war. Natürlich eine Katastrophe.

Werner spielte sowohl auf dem Feld als auch im Tor. Als ein herausragendes Ereignis erinnert er sich an den Aufstieg 1976/77 in die Landesliga. Es war ein Turnier in Appenweier, mittlerweile in der Halle auf einem Kleinfeld wie heute, wobei Werner im entscheidenden Spiel alle 7 Meter hielt. Heute würde man sagen, er war der Matchwinner.

Neben anderen Vereinen, wie z.B. Feuerwehr und Pfarrgemeinderat, hat Werner schon früh auch in der Handballabteilung Verantwortung übernommen. Von 1977 – 1999 war er Handball-Abteilungsleiter im Turnerbund Bad Rotenfels sowie von 1973 – 2005 als Mitglied  Turnrat des TBR für die Handballer vertreten. Unter anderem war es als Mitorganisator der jährlichen Gartenfeste an der Vereinsturnhalle eine treibende Kraft, die Anfangs sehr provisorisch und später immer mehr verfeinert und vergrößert wurden. Auch heute noch unterstützt Werner das Gartenfest-Team und steht mit Rat und Tat zur Seite.

Werner war der Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Unter ihm nahm der Handball in Bad Rotenfels richtig Fahrt auf, man denke z.B. auch an die tollen Erfolge der Frauen- und der Herrenmannschaften zurück.

Im Jahr 2000 hat Werner dann den Ball sprichwörtlich weitergegeben. Sein Nachfolger wurde Andreas Werth, der mit dem damaligen sportlichen Leiter Jürgen Förderer und Jugendleiter Rainer Förderer die Geschicke der Handballabteilung weiter führten.

Bis heute   geniesst Werner sein aktives Rentnerleben und verbringt viel Zeit mit seiner Frau, Kinder und Enkelkinder um die er sich gerne kümmert.

Danke Werner für Deine schon über 60 jährigen Engagement Begeisterung und Treue zum handballsport und dem TBR.

Karlherinz Horsch

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